Eva Maria Göll geht ein Jahr nach Bolivien

Das Rotary Hilfswerk Schwabach untersützt das Freiwillige Soziale Jahr der 19-jährigen Schwabacherin Eva-Maria Göll in Bolivien mit einer Spende von 1000 Euro.

Wie Helmer erläuterte, sind sowohl der internationale Jugendaustausch wie auch die Förderung wohltätiger Projekte in aller Welt zentrale Anliegen von Rotary International. Daher passe das Bolivien-Projekt von Eva-Maria Göll genau ins Bild der förderungswürdigen Vorhaben. Die 19-Jährige, die kürzlich am Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium ihr Abitur abgelegt hat, stellte den Rotariern ihr Projekt mit einer kurzen Präsentation vor. „Ich möchte sehen, wie die Menschen dort leben – im Gegensatz zu unserer Kultur“, umschrieb sie ihre Motivation.

Wie Eva-Maria Göll erläuterte, fliegt sie Mitte August für ein Jahr nach Cochabamba, eine Großstadt am Rand der bolivianischen Anden. Dort wird sie sich im Rahmen des örtlichen Projekts „Estrellas en la calle“ um Obdachlose und Drogenabhängige kümmern. Genauer gesagt verstärkt sie Teams von je einem Arzt und einem Sozialarbeiter bei Einsätzen auf der Straße. Ziel ist die Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten, aber auch – wenn möglich – die Resozialisierung der Obdachlosen und Drogensüchtigen, vor allem der jüngeren. „Abgesehen von der direkten Unterstützung dieser hilfebedürfitgen Menschen hoffe ich auf eine Menge Erlebnisse. Und vor allem werde ich sehr viel fürs Leben lernen“, zeigt sich die 19-Jährige sicher.Organisator des Freiwilligen Sozialen Jahres von Eva-Maria Göll ist die Missionszentrale der Franziskaner in Bonn.

Heuer schicken die deutschen Franziskaner insgesamt zwölf Jugendliche in verschiedene Projekte nach Bolivien, Ecuador, Peru und Indien. Die Kosten dieser Projekte summieren sich nach einer Aufstellung der Franziskaner auf rund 10.000 Euro pro Teilnehmer. Darin sind unter anderem Flüge, Unterbringung, Visa und Impfungen enthalten – unter anderem gegen Gelbfieber. Drei Viertel dieser Summe finanziert das Bundesentwicklungsministerium von Minister Gerd Müller (CSU) – bleiben 2500 Euro Eigenanteil, die jeder Teilnehmer über Spenden aufbringen soll. „Und genau zur Finanzierung dieses Eigenanteils ist unsere Spende gedacht“, erklärte RC-Präsident Jan Helmer.

Bild und Text: WOLFRAM GÖLL

Kategorien: Allgemein

Tagged as: