Wunschboxen schenken Hoffnung

 

Rotary Schwabach unterstützt die Elterninitiative krebskranker Kinder e.V. Nürnberg mit weiteren 1000 Euro.

Spende Rotary Schwabach an Elterninitiative krebskranker Kinder Nürnberg e.V.

Rotary Schwabach unterstützt die Elterninitiative krebskranker Kinder e.V. Nürnberg mit weiteren 1000 Euro. Einen entsprechenden Scheck haben die stellvertretende Vorsitzende des Rotary-Hilfswerks, Christina Günzel, sowie die Schwabacher Rotarier Manfred Günzel und Wolfram Göll bei einem Besuch im Haus der Elterninitiative in Nürnberg/St. Johannis übergeben. Bereits bei seiner Charterfeier Ende Juni hatte Rotary Schwabach die Elterninitiative mit 3000 Euro unterstützt.

Dabei führten zwei Kinder, die sechs Jahre alte Carlotta und der acht Jahre alte Clemens, mit sichtlichem Stolz selbstgebastelte „Zauberharfen“ vor und spielten den Gästen ein kleines Stück vor (Bild). Bei einer Zauberharfe – auch „Veeh-Harfe“ genannt – wird unter den Saiten ein Papier eingelegt, das genau anzeigt, welche der Saiten wann zu zupfen ist. Daher können Benutzer auch ohne musikalische Vorkenntnisse kinderleicht und sofort schöne Musikstücke spielen. „Mittelschwer“ schätzte auf Nachfrage der achtjährige Clemens den Zusammenbau der Zauberharfen ein, das Spielen hingegen fiel ihm sichtlich leicht.

Wie die Vorstandsmitglieder der Elterniniative krebskranker Kinder, Irina Satzinger und Edeltraud Mayer, den Schwabacher Rotariern erklärten, werden die Zauberharfen-Bausätze von der Tabaluga-Stiftung des Rockmusikers Peter Maffay gesponsert.

Die 1000 Euro von Rotary Schwabach werden anders eingesetzt: So stellt die Elterninitiative in der Kinder-Onkologie-Station der nahegelegenen Cnopfschen Kinderklinik eine „Wunschbox“ auf, in der die krebskranken Kinder ihre Weihnachtswünsche hinterlegen können, „etwa ein Nintendo-Spielgerät, ein Fahrrad und so weiter“, wie Irina Satzinger sagte.

Zudem hat die Elterninitiative die Station – die einzige Kinder-Onkologie in Nürnberg – jüngst mit WLAN, Spielsachen, Spielekonsolen und neuen Möbeln auf einer Dachterrasse ausgestattet. „Auf der Station sind auch beispielsweise 14- bis 17-Jährige, die müssen in der Lage sein, übers Internet ihre Kontakte zu pflegen, zum Beispiel skypen. Das ist ganz wichtig“, sagte Satzinger. Auch veranstaltet die Elterniniative in ihren Räumen regelmäßig „Trauertage“ mit psychologischer Unterstützung für Eltern und Geschwister von verstorbenen Kindern. „Diesen Schmerz kann man sich als Nichtbetroffener nicht vorstellen“, betont Irina Satzinger.

Außerdem unterhält die Elterniniative in ihrem Haus mit vier Doppelzimmern insgesamt acht Schlafplätze für auswärtige Eltern, Patienten und Geschwisterkinder – mit einem Massageraum, Fernseher und so weiter. „Wenn man drei Nächte auf den Beistellbetten in der Klinik zugebracht hat, freut man sich besonders über so eine Massage“, berichtete Satzinger. „Wir wollen so viel Normalität wie möglich integrieren und die Eltern und Geschwisterkinder möglichst mit einbinden“, erklärte Edeltraud Mayer. Allerdings kosten diese Eltern-Schlafplätze und weiteren Räumlichkeiten der Initiative in dem Altbaugebäude in St. Johannis immensen Unterhalt, zudem ist eine Renovierung fällig.Besonders stolz ist die Elterninitiative darauf, dass sie drei Vollzeitstellen zur Betreuung der krebskranken Kinder finanziert: eine Krankenschwester, eine Erzieherin und zwei „halbe“ Ambulanzschwestern. „Ihre Arbeit ist aller Ehren wert. Wir unterstützen Sie sehr gern“, lobte Christina Günzel vom Rotary-Hilfswerk Schwabach die Elterniniative.

WOLFRAM GÖLL

Bild: Wolfram Göll

 

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